September 2019

Keine Zeit, dich weiterzubilden?

Ende gut – alles gut?!

Gott sei Dank – ich fühle mich erleichtert.  Denn nach gut drei Jahren kann man sich jetzt – ab Ende Oktober 2019 - auf verschiedenen Internet-Plattformen die Web-Serie „Die Frage nach dem lieben Gott“ anschauen. Sie ist das Endprodukt auf einem längeren Weg mit einer Reihe von Widerständen und Hürden die als Zwischenstationen zu bewältigen waren.

Am Anfang stand der Nachlass des früheren Vorstandsmitglieds Pfarrer Dietmar Heeg, der im Februar 2015 überraschend verstorben war und sich zu Lebzeiten besonders für Kinderprogramme im Fernsehen interessiert und eingesetzt hat. Mit diesen Vorgaben waren indirekt die Fragen der Verwendung beantwortet: Kinderprogramm mit religiösem Bezug. Die weitere Überlegung war, nicht wie bis dato, die Mittel als Preisgeld im Rahmen eines Wettbewerbs an Autoren zu vergeben. Damit wären zwar auch interessante Ideen eingereicht worden, aber es bestand das Risiko, dass zwar ein Drehbuch entwickelt wird, aber kein Film realisiert würde. Das Ergebnis war die Ausschreibung eines Konzept- und Realisationswettbewerbs für Kinder im Grundschulalter. Beteiligen sollten sich deshalb Teams aus Autoren und Produzenten.

Die nächste Frage war welches Thema? Der religiöse Bezug war klar, aber wir hatten keine missionarischen Absichten. In den Gesprächen mit Verantwortlichen von Kinderprogrammen mussten wir uns mehrfach gegen diesen, vielleicht wegen des Themas sogar naheliegenden, Verdacht wehren. Was wir wollten und jetzt am Ende auch bekommen haben, waren Antworten von Kindern unterschiedlicher Religionszugehörigkeit von ihren religiösen Ansichten. In der realisierten Web-Serie haben acht Berliner Kinder, verschiedener Weltreligionen und Konfessionen, im Grundschulalter über ihre Vorstellungen erzählt von Himmel und Hölle, Engel und Teufel, Vergebung und Tod – und natürlich auch von Gott.

Aber bis es soweit war, musste erst die Ausschreibung stattfinden. Aus dem Erbe konnten wir immerhin 20.000 € als Preisgeld aussetzen. Wichtig war uns auch die Zusammensetzung einer hochkarätig besetzten Jury aus Fachleuten. Diese hat aus 33 Einreichungen sich für zwei ähnliche Konzepte entschieden, von denen eines nun auch realisiert wurde. Kriterium für die Jury war: „Ein pädagogischer Ansatz, der an dem aktuellen Stand der methodischen Forschung ansetzt, Kinder ernst nimmt, ihnen eine Stimme gibt und auch für ältere Rezipienten viel Überraschendes zu bieten haben wird.“ 

Nach außen mag vielleicht die Preisverleihung als eine schöne und einfache Sache erscheinen, aber die Umsetzung war schwierig zu bewältigen, weil wir eine größere Öffentlichkeit suchten und die Vergabe mit einem Workshop verbinden wollten, der unsere sogar in der Satzung verankerte Bildungsarbeit für Kinder und Jugendliche bekannter machen soll. Das ist uns tatsächlich gelungen, insofern auf dem Katholischen Medienkongresse im Oktober 2017 ein zusätzliches Panel „Nur nicht langweilen“ für Kinderprogramme angeboten werden konnte – an dem immerhin 40 Personen teilnahmen – und die Preisverleihung im Plenum vor allen Kongressteilnehmern stattfand.

An dieser Stelle auch nur die Namen zu nennen, denen im Zusammenhang zu danken ist, würde eine lange Liste ergeben. Deshalb erfolgt die Würdigung an dieser Stelle zunächst nur mit einem bayerischen „Vergelt’s Gott“. Eine Konsequenz soll allerdings noch erwähnt werden, T:T wird einen Fachbeirat für Kinderprogramme einrichten, der die Erfahrungen und Erkenntnisse aus diesem Projekt für diejenigen fruchtbar macht, die sich für die Filmarbeit für Kinder interessieren. Wer mitmachen will, soll sich bei mail(at)toptalente(dot)org unter dem Stichwort „Eichhörnchen“ melden.

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