Rom-Symposium "Versöhnung und Film"

Menschliches Miteinander scheint ohne Streit, Konflikte, Gewalt, Hass und Krieg nicht möglich und der Mensch nicht in der Lage zu sein, friedlich mit sich und seiner Umwelt leben zu können. Die Geschichte der Menschheit ist gepflastert von zerstörerischen Phasen und kollektiven Erlebnissen, in denen ein wirklicher Neuanfang immer wieder nur möglich wurde durch Gesten der Versöhnung, daraus resultierende versöhnende Politik und gesellschaftliche Neuordnung. Dies gilt gleichermaßen für die individuelle Ebene zwischenmenschlichen Miteinanders. Vergebung erlittenen Leids und Unrechts ist hierbei der erste Schritt und notwendige Voraussetzung für Versöhnung.

Aber lässt sich massives Unrecht verzeihen? Und wie lernt man zu vergeben, wie kann Versöhnung gelingen?
Das christliche Gebot, dem Mitmenschen immer wieder zu vergeben und sich mit ihm oder ihr zu versöhnen, findet sich in allen Religionen, die Versöhnung als grundlegendes Fundament menschlichen Miteinanders immer wieder betonen.
Am Beispiel preisgekrönter Filme, die diesen Fragen nachgegangen sind, wird das Symposium verschiedene Facetten von Versöhnung in den Blick nehmen und dabei vor allem eine Frage im Fokus behalten: Sollte Versöhnung, die im Film stattfindet, auch Versöhnung durch Film ermöglichen und unterstützen, um damit gesellschaftlichen Erfordernissen zu entsprechen?

Das 14. Symposium wird vom 21.–23.3.2019 erstmalig als Filmbeispiel auch eine Schweizer Fernsehfilmproduktion zeigen, die bislang nur auf dem Fernsehfilmfestival in Baden-Baden gelaufen ist und eine in Deutschland vollkommen unbekannte, gesellschaftliche Problematik thematisiert. Medienethische Überlegungen, religiöse und psychologische Dimensionen von Versöhnung und die Frage der Bedeutung gesellschaftlicher Spannungen in diesem Kontext sowie die Rolle von Filmen für und in gesellschaftlichen Versöhnungsprozessen bilden den inhaltlichen Rahmen des Austauschs. Neu ist 2019 auch, dass das traditionelle Gastmahl am ersten Abend nicht wie bisher im „Quattro Mori“, sondern im nahe gelegenen „La Vittoria“ stattfinden wird.
Ein weiteres Novum ist außerdem, dass am üblicherweise freien Freitagabend für Interessierte ein Abend der Begegnung mit der internationalen Gemeinschaft SantEgidio und Informationen zu ihrer erfolgreichen internationalen Versöhnungs- und Friedensarbeit durch den Generalsekretär der Gemeinschaft, Dr. Cesare Zucconi, angeboten wird.

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